
Energiepark Bad Lauchstädt mit Hydrogen TCP Award of Excellence ausgezeichnet
Der Energiepark Bad Lauchstädt hat den zweiten Preis der Hydrogen TCP Awards of Excellence 2026 gewonnen. Den ersten Preis erhielt das von der EU geförderte Projekt H2GLASS. Das Hydrogen Technology Collaboration Programme (Hydrogen TCP) ist im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA) entstanden. Es vergibt die Auszeichnung seit 2022 gemeinsam mit der Wasserstoffinitiative des Clean Energy Ministerial (CEM-H2I). In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto „From Supply to Demand: Driving Hydrogen Solutions“. Beworben hatten sich 18 Projekte aus zwölf Ländern.
Die gesamte Wertschöpfungskette an einem Standort
Im Energiepark erzeugt ein Windpark mit acht Anlagen und rund 50 Megawatt Leistung Strom für einen 30-Megawatt-Elektrolyseur. Der so erzeugte grüne Wasserstoff wird aufbereitet und gemessen. Danach fließt er durch eine rund 25 Kilometer lange Leitung, die vorher Erdgas transportiert hat und dafür umgestellt wurde, zu einer Raffinerie in Leuna. Dort soll er Wasserstoff aus fossilen Quellen in industriellen Prozessen ersetzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Vorhaben als „Reallabor der Energiewende“ im 7. Energieforschungsprogramm.
Vorbild über Deutschland hinaus
Konsortialsprecherin Cornelia Müller-Pagel sagt, die Auszeichnung gehöre allen beteiligten Partnern. Sie hofft, dass die Erfahrungen aus Bad Lauchstädt auch international als Orientierung dienen. Axel Bree vom BMWE nennt den Energiepark einen wichtigen Meilenstein für den Wasserstoffhochlauf in Deutschland. Das Projekt zeige, dass die Wertschöpfungskette von der erneuerbaren Erzeugung bis zur Nutzung in der Industrie funktioniert.
Quelle: https://energiepark-bad-lauchstaedt.de/2026/10/15/energiepark-bad-lauchstaedt-als-zweiter-gewinner-der-hydrogen-tcp-awards-of-excellence-ausgezeichnet/







































