Deutschland, Wasserstoffland.

Ge­mein­sam ma­chen wir Deutsch­land zum Was­ser­stoff­land – weil Was­ser­stoff der Schlüs­sel für eine wett­be­werbs­fä­hi­ge Wirt­schaft, eine er­folg­rei­che Trans­for­ma­tion und eine si­che­re Ener­gie­ver­sor­gung ist.

Deutsch­land ist ein Land der In­ge­nieu­re, des Fort­schritts und der In­no­va­ti­on. Aus­ge­hend vom Wirt­schafts­wun­der in den 1950ern sind ein­zig­ar­ti­ge in­dus­tri­el­le Wert­schöp­fungs­ket­ten mit höchs­ter Kom­ple­xi­tät ent­stan­den. Jetzt, im 21. Jahr­hun­dert, steht Deutsch­land er­neut vor ei­ner gro­ßen Auf­ga­be: der Trans­for­ma­tion zur Kli­ma­neu­tra­li­tät.

Mit un­se­rem Sys­tem-Know-how, un­se­rer in­dus­tri­el­len Stär­ke und un­se­rem En­gage­ment für die Trans­for­ma­tion un­se­res Ener­gie­sys­tems ma­chen wir Was­ser­stoff zur tra­gen­den Säu­le – um fos­si­le Roh- und Brenn­stof­fe zu er­set­zen, in­dus­tri­el­le Ar­beits­plät­ze zu stär­ken und die Ener­gie­ver­sor­gung zu er­gän­zen. Für den Bei­trag zum Kli­ma­schutz ist ent­schei­dend, wie vie­le Treib­haus­gas­emis­si­o­nen von der Her­stel­lung bis zur Nut­zung ge­gen­über der fos­si­len Al­ter­na­ti­ve ein­ge­spart wer­den. Deutsch­land kann da­bei sei­ne Po­si­tion als Tech­no­lo­gie­stand­ort stär­ken in einer Welt, in der Tech­no­lo­gien zur Emis­si­ons­min­de­rung zu­neh­mend an Be­deu­tung ge­win­nen.

Mit dem Was­ser­stoff­kern­netz als An­ker­punkt einer eu­ro­pä­i­schen Was­ser­stoff­in­fra­struk­tur po­si­ti­o­nie­ren wir uns als zen­tra­le Dreh­schei­be für den in­ter­na­ti­o­na­len Was­ser­stoff­han­del. Die­se In­fra­struk­tur soll die Ver­sor­gung un­se­rer In­dus­trie mit Was­ser­stoff un­ter­stüt­zen und un­se­re An­bin­dung an eu­ro­pä­i­sche Part­ner stär­ken.

Mit un­se­rer Wirt­schafts­kraft und ent­schlos­se­nem po­li­ti­schen Han­deln trei­ben wir den Auf­bau des Was­ser­stoff­mark­tes vo­ran. Ge­mein­sam ar­bei­ten wir ent­lang der ge­sam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te en­ga­giert und mu­tig für eine wett­be­werbs­fä­hi­ge In­dus­trie und eine Ener­gie­ver­sor­gung, die Be­zahl­bar­keit, Ver­sor­gungs­si­cher­heit und die Sen­kung von Treib­haus­gas­emis­si­o­nen ver­bin­det – für Deutsch­land und sei­ne Part­ner.

  • Hydrogen Germany Partner-Kampagnenmotiv der SEFE: Deutschland, Wasserstoffland. Wo am laufenden Band Innovation entsteht.
  • Hydrogen Germany Partner-Kampagnenmotiv der Uniper: Deutschland, Wasserstoffland. Wo die Sonne auch im Winter wärmt.
  • Hydrogen Germany Partner-Kampagnenmotiv der OGE: Deutschland, Wasserstoffland. Wo Vision schon Realität ist.
  • Hydrogen Germany Partner-Kampagnenmotiv der Ontras für den Energiepark Bad Lauchstädt: Deutschland, Wasserstoffland. Wo Wasserstoff von A bis Z Realität wird.
  • Hydrogen Germany Partner-Kampagnenmotiv der ESB: Deutschland, Wasserstoffland. Wo Innovation Tradition hat.
  • Gascade Partner von Hydogen Germany

Was hat Deutschland davon? 

Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Wirt­schafts­stand­orts

  • Deutsch­land hat sich das Ziel ge­setzt, bis 2045 treib­haus­gas­­neu­tral zu wer­den. Was­ser­stoff er­mög­licht die Trans­for­ma­tion be­ste­hen­der Pro­duk­tions­pro­zes­se, si­chert in­dus­tri­el­le und ge­werb­li­che Ar­beits­plät­ze und ver­hin­dert Stand­ort­ver­la­ge­run­gen.
  • Deut­sche Un­ter­neh­men ha­ben das Po­ten­zi­al, Tech­no­lo­gie­vor­rei­ter zu wer­den und in­no­va­ti­ve Was­ser­stoff­tech­no­lo­gien un­ter dem La­bel „H2-Tech Made in Germany“ welt­weit zu ex­por­tie­ren.
  • Deutsch­land wird zu ei­nem Mag­ne­ten für In­ves­ti­ti­o­nen in die Was­ser­stoff­wirt­schaft und mit­tel­fris­tig zum „Hydrogen Valley Europas“. Als in­ter­na­ti­o­na­le Han­dels­dreh­schei­be für Was­ser­stoff baut Deutsch­land stra­te­gi­sche Ener­gie­part­ner­schaf­ten auf.

Trans­for­ma­tion zur Kli­ma­neu­tra­li­tät

  • Für die Trans­for­ma­tion brau­chen wir Elek­tro­nen und Mo­le­kü­le, denn nicht al­le Be­rei­che/­Pro­zes­se las­sen sich sinn­voll elek­tri­fi­zie­ren. Was­ser­stoff kann hier fos­si­le Roh- und Brenn­stof­fe er­set­zen und Treib­haus­gas­emis­si­o­nen sen­ken – ab­hän­gig von sei­ner Her­stel­lung, der Lie­fer­ket­te und dem je­wei­li­gen Ein­satz.
  • Was­ser­stoff kann die Emis­si­ons­min­de­rung in der In­dus­trie un­ter­stüt­zen und da­zu bei­tra­gen, Pro­duk­tion und Wert­schöp­fung in Deutsch­land zu hal­ten.
  • Das Was­ser­stoff-Kern­netz ist eine wich­ti­ge Grund­la­ge für den schnel­len Markt­hoch­lauf und soll Er­zeu­ger, Im­por­teu­re und Ab­neh­mer mit­ei­nan­der ver­bin­den. So schafft es Trans­port­mög­lich­kei­ten für die Ver­sor­gung von In­dus­trie und Ge­wer­be mit Was­ser­stoff.

Ver­sor­gungs­si­cher­heit / Re­si­lien­te Ener­gie­ver­sor­gung

  • Was­ser­stoff macht er­neu­er­ba­re Ener­gie spei­cher­bar und er­mög­licht eine fle­xib­le, wet­ter­un­ab­hän­gi­ge Ener­gie­ver­sor­gung.
  • Be­ste­hen­de In­fra­struk­tur kann wei­ter ge­nutzt wer­den – das spart Zeit und Kos­ten.
  • Was­ser­stoff-Pro­duk­tion in Deutsch­land und bei eu­ro­pä­i­schen Nach­barn.
  • Di­ver­si­fi­zier­te Be­zugs­quel­len und in­ter­na­ti­o­na­le Ko­ope­ra­ti­o­nen si­chern die Ener­gie­ver­sor­gung und ver­rin­gern geo­po­li­ti­sche Ab­hän­gig­kei­ten. Gleich­zei­tig kann sich Deutsch­land als ver­läss­li­cher Ab­neh­mer von Was­ser­stoff po­si­ti­o­nie­ren.

Was braucht es da­für?

Wir set­zen uns be­reits heu­te für ei­nen be­zahl­ba­ren und zü­gi­gen Hoch­lauf der Was­ser­stoff­wirt­schaft ein. Da­mit die­ser er­folg­reich ist, braucht es die rich­ti­gen po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen.

Zen­tra­le Maß­nah­men für den Was­ser­stoff­hoch­lauf:

1. Er­hö­hung des Was­ser­stoff­an­ge­bots durch mehr Prag­ma­tis­mus

  • Un­bü­ro­kra­ti­sche EU-Re­geln für die Er­zeu­gung grü­nen Was­ser­stoffs, der mit er­neu­er­ba­rem Strom aus Was­ser er­zeugt wird
  • Er­zeu­gung, Im­port und fle­xib­le Nut­zung von blau­em Was­ser­stoff in der Hoch­lauf­pha­se er­mög­li­chen

2. Wirk­sa­me Ins­tru­men­te für den An­schub der Was­ser­stoff­nach­fra­ge

  • Am­bi­ti­o­nier­te Um­set­zung der RED III
  • Ge­ziel­te För­de­rung für Was­ser­stoff-Kun­den
  • Kon­se­quen­te Um­set­zung der Was­ser­stoff­stra­te­gien von Bund und Län­dern

3. Deutsch­land als Was­ser­stoff­dreh­schei­be eta­blie­ren

  • Schnel­le­re Ge­neh­mi­gun­gen durch ein ambi­ti­o­nier­tes Was­ser­stoff­be­schleu­ni­gungs­ge­setz
  • EU-Gas­markt­pa­ket mög­lichst zü­gig in na­ti­o­na­les Recht über­tra­gen
  • Auf­bau einer eu­ro­pä­i­schen Was­ser­stoff-In­fra­struk­tur und eines ein­heit­li­chen Bi­lan­zie­rungs­sys­tems mit dem Ziel eines li­qui­den Was­ser­stoff­mark­tes
  • In­ves­ti­ti­ons­si­cher­heit für Was­ser­stoff-In­fra­struk­tur in­klu­si­ve Ver­teil­net­zen und Spei­chern

Diese Maß­nah­men tra­gen da­zu bei, Was­ser­stoff als wich­ti­gen Bau­stein der Ener­gie­wen­de er­folg­reich zu eta­blie­ren.

Stimmen aus der Branche

  • Die Initiative Hydrogen Germany soll über die Lan­des­gren­zen hin­weg ver­mit­teln, wie at­trak­tiv der deut­sche Was­ser­stoff­tech­nik- und Ab­satz­raum ist und um­ge­kehrt, wel­che Kom­pe­ten­zen wir zu tei­len oder zu ex­por­tie­ren be­reit sind. Denn: Der Bei­trag von Was­ser­stoff für den Kli­ma­schutz ist ein glo­ba­les The­ma.

    Prof. Dr. Gerald Linke
    Vorstandsvorsitzender des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
  • Was­ser­stoff und seine De­ri­va­te sind zen­tra­le Bau­stei­ne für eine treib­haus­gas­neu­tra­le Zu­kunft. Jetzt kommt es da­rauf an, die Was­ser­stoff­wirt­schaft mit vol­ler Kraft und ver­ein­ten Kräf­ten vo­ran­zu­trei­ben. Ge­nau da­ran ar­bei­ten wir – und des­halb sind wir stol­zer Part­ner von Hydrogen Germany.

    Peter Müller-Baum
    Geschäftsführer, VDMA Motoren und Systeme und VDMA Power-to-X for Applications
  • Der rbv un­ter­stützt die Wirt­schafts­allianz Hydrogen Germany, um den Was­ser­stoff­hoch­lauf in einem brei­ten Bünd­nis kon­se­quent vo­ran­zu­trei­ben. Wir brau­chen Was­ser­stoff, um die Kli­ma­zie­le zu er­rei­chen. Da­mit si­chern wir Ar­beits­plät­ze und sor­gen für eine sta­bi­le Ener­gie­ver­sor­gung.

    Dipl.-Ing. Martina Buschmann
    Hauptgeschäftsführerin, rbv
  • Deutsch­land braucht ein leis­tungs­fä­hi­ges Was­ser­stoff­netz. Die Fern­lei­tungs­netz­be­trei­ber schaf­fen mit dem ge­plan­ten Kern­netz die Ba­sis für ei­nen funk­ti­o­nie­ren­den Markt. Jetzt müs­sen auch In­ves­ti­ti­o­nen bei Er­zeu­gern und An­wen­dern fol­gen. Als FNB Gas en­ga­gie­ren wir uns bei Hydrogen Germany, weil der Was­ser­stoff­hoch­lauf nur ge­mein­sam ge­lingt.

    Barbara Fischer
    Geschäftsführerin, FNB Gas
  • Als füh­ren­de eu­ro­pä­i­sche Platt­form für Open In­no­va­tion in der Was­ser­stoff­wirt­schaft er­schlie­ßen wir das In­no­va­ti­ons­po­ten­zial in ganz Eu­ro­pa für den H2- und Ener­gie­stand­ort Deut­schland. Hydrogen Germany ist eine wich­ti­ge Klam­mer, um die Stär­ken und die Ak­teu­re die­ses Stand­or­tes sicht­bar zu ma­chen und hilft beim "An­do­cken".

    Uwe Kerkmann
    CEO, H2UB
  • Ohne Was­ser­stoff wird eine treib­haus­gas­neu­tra­le und wett­be­werbs­fä­hi­ge In­dus­trie nicht mög­lich sein.

    Christian Seyfert
    Hauptgeschäftsführer, Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V.
  • Was­ser­stoff kann nur im Zu­sam­men­spiel mit an­de­ren Ener­gie­trä­gern wir­ken. Des­halb en­ga­giert sich der BDEW als Part­ner von Hydrogen Germany: Für In­no­va­tion und Tech­no­lo­gien, die die Strom- und Gas­welt klug ver­bin­den.

    Dr. Kirsten Westphal
    Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung
  • Was­ser­stoff ist Eu­ro­pas Ant­wort auf geo­po­li­ti­sche Ab­hän­gig­kei­ten. Wer heu­te die Wert­schöp­fungs­ket­ten auf­baut, si­chert mor­gen Ver­sor­gungs­si­cher­heit, In­dus­trie­ar­beits­plät­ze und glo­ba­len Ein­fluss im Ener­gie­sys­tem der Zu­kunft.

    Jorgo Chatzimarkakis
    CEO, Hydrogen Europe
  • Was­ser­stoff ist der Schlüs­sel für die Trans­for­ma­tion der In­dus­trie. Heu­te schon zei­gen Leucht­turm­pro­jek­te den Weg – jetzt braucht es Tem­po und In­ves­ti­ti­o­nen, um zu Ska­lie­ren und Deutsch­land zur füh­ren­den Was­ser­stoff­na­tion zu ma­chen.

    Dr. Timm Kehler
    Vorstand DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
  • Seit über zwei Jahr­zehn­ten steht der DWV für fach­li­che Tie­fe, stra­te­gi­sche Weit­sicht und ein brei­tes Netz­werk ent­lang der ge­sam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te. Als star­ke Stim­me der Bran­che bringt der DWV sei­ne Po­si­ti­o­nen und sei­ne Er­fah­rung in die Kam­pagne "Hydrogen Germany" ein. So trei­ben wir ge­mein­sam den Hoch­lauf der Was­ser­stoff­wirt­schaft in Deutsch­land wir­kungs­voll vo­ran.

    Dr. Bernd Pitschak
    Vorstandsvorsitzender, Deutscher Wasserstoff-Verband
  • Der si­che­re Um­gang mit Was­ser­stoff ist er­probt. Die­se Ba­sis nut­zen wir als figawa mit un­se­ren Mit­glieds­un­ter­neh­men, um durch Know-how und tech­ni­sche Lö­sun­gen den Ein­satz vo­ran­zu­trei­ben und so die Ener­gie­wen­de zu un­ter­stüt­zen. Da­rum freu­en wir uns, Part­ner der Ini­ti­a­ti­ve Hydrogen Germany zu sein.

    Volker Meyer
    Hauptgeschäftsführer, figawa e.V.

Wasserstoffland

Wo kommt der Wasserstoff her?

  • Wo kommt der Wasserstoff her?

Wasserstoffland

Deutsch­land wird in den kom­men­den Jah­ren eine füh­ren­de Rol­le in der Was­ser­stoff­wirt­schaft ein­neh­men – doch der hei­mi­sche Be­darf wird weit über die ei­ge­ne Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät hi­naus­ge­hen. Das heißt, dass wir ne­ben der Was­ser­stoff­pro­duk­tion in Deutsch­land auch auf er­heb­li­che Men­gen an Im­por­ten an­ge­wie­sen sind, um die In­dus­trie mit er­neu­er­ba­rem und de­kar­bo­ni­sier­ten Was­ser­stoff zu ver­sor­gen und die Ener­gie­ver­sor­gung nach­hal­tig um­zu­ge­stal­ten.

Ein Groß­teil des künf­ti­gen Was­ser­stoffs wird aus eu­ro­pä­i­schen Nach­bar­län­dern so­wie von glo­ba­len Part­nern stam­men. Be­reits heu­te wer­den groß an­ge­leg­te Pipe­line­pro­jek­te vo­ran­ge­trieb­en, um Was­ser­stoff nach Deutsch­land zu trans­por­tie­ren. So wird bei­spiels­wei­se das Pro­jekt H2Med künf­tig Spa­nien und Frank­reich mit Deutsch­land ver­bin­den. So kön­nen vo­raus­sicht­lich bis zu zwei Mil­li­o­nen Ton­nen Was­ser­stoff pro Jahr aus Süd­eu­ro­pa im­por­tiert wer­den. Aus Nord­af­ri­ka über Ita­lien nach Mit­tel­eu­ro­pa sol­len über den SouthH2 Corridor künf­tig bis zu vier Mil­li­o­nen Ton­nen Was­ser­stoff jähr­lich komm­en.

Ne­ben die­sen eu­ro­pä­i­schen Im­port­we­gen wird Was­ser­stoff auch aus Über­see nach Deutsch­land ge­lan­gen. Über die be­ste­hen­den und ge­plan­ten LNG-Ter­mi­nals an den Küs­ten wer­den künf­tig auch was­ser­stoff­ba­sier­te Ener­gie­trä­ger wie Am­mo­ni­ak oder syn­the­ti­sche Kraft­stof­fe per Schiff im­por­tiert, um den stei­gen­den Be­darf zu de­cken.

Der Auf­bau die­ser in­ter­na­ti­o­na­len Was­ser­stoff­part­ner­schaf­ten ist ent­schei­dend, um Deutsch­land als füh­ren­de Was­ser­stoff­na­tion zu eta­blie­ren – mit einer si­che­ren, di­ver­si­fi­zier­ten und nach­hal­ti­gen Ver­sor­gung.

Best Cases

  • Internationale Partnerschaften für die Wasserstoffzukunft

    Als wich­tiger Ak­teur der Ener­gie­wen­de baut SEFE Brü­cken für den Was­ser­stoff­han­del zwi­schen glo­ba­len Pro­du­zen­ten und eu­ro­pä­i­schen Ver­brau­chern. Ge­mein­sam mit Part­nern wie Höegh Evi, ACWA Power und Eletrobras ent­wi­ckelt SEFE in­no­va­ti­ve Im­port- und Trans­port­lö­sun­gen, die den Auf­bau in­ter­na­ti­o­na­ler Was­ser­stoff­lie­fer­ket­ten un­ter­stüt­zen. Die­se in­ter­na­ti­o­na­len Part­ner­schaf­ten sind ein wich­ti­ger Schritt, um Was­ser­stoff als Baustein der Ener­gie­wen­de zu eta­blie­ren und zu einer sta­­bi­­len Ver­sor­gung der In­dus­trie mit Was­ser­stoff bei­zu­tra­gen.

    SEFE Projekt-Referenz
  • Aquaductus: Wasserstoffinfrastruktur in der Nordsee

    AquaDuctus ist eine ge­plan­te Off­shore-Was­ser­stoff-Pipe­line der AquaVentus-Ini­ti­a­ti­ve und soll Was­ser­stoff aus der Er­zeu­gung mit Off­shore-Wind­strom in der Nord­see zum eu­ro­pä­i­schen Fest­land trans­por­tie­ren. Als „Important Project of Common European Interest (IPCEI)“ soll sie zum Auf­bau ei­ner grenz­über­schrei­ten­den Was­ser­stoff­in­fra­struk­tur bei­tra­gen und eu­ro­pä­i­sche Pro­duk­tions- und Ver­brauchs­zen­tren mit­ei­nan­der ver­bin­den.

Wasserstoffland

Wie wird der Wasserstoff verteilt?

  • How will the Hydrogen be Distributed?

Wasserstoffland

Da­mit Was­ser­stoff flä­chen­de­ckend für In­dus­trie, Mo­bi­li­tät und Ener­gie­ver­sor­gung nutz­bar wird, braucht es ein leis­tungs­fä­hi­ges Trans­port- und Ver­teil­netz. Die Bun­des­netz­agen­tur hat das von den Fern­lei­tungs­netz­be­trei­bern vor­ge­schla­ge­ne Was­ser­stoff-Kern­netz ge­neh­migt. Es um­fasst 9.040 Ki­lo­me­ter Pipe­line­lei­tun­gen, die bis 2037 schritt­wei­se in Be­trieb ge­nom­men wer­den sol­len.

Das Kern­netz wird zu 56 Pro­zent aus um­ge­stell­ten Erd­gas­lei­tun­gen be­ste­hen, wäh­rend 44 Pro­zent neu ge­baut wer­den müs­sen. Die ge­schätz­ten In­ves­ti­ti­ons­kos­ten be­lau­fen sich auf 18,9 Mil­li­ar­den Euro. Die­ses Kern­netz bil­det die Grund­la­ge für eine si­che­re Was­ser­stoff­ver­sor­gung in Deutsch­land und sorgt für eine di­rek­te An­bin­dung an die eu­ro­pä­i­schen Im­port­kor­ri­do­re.

Über das Ver­teil­netz wird das Gros der Ge­wer­be- und In­dus­trie­kun­den mit Was­ser­stoff ver­sorgt wer­den, aber auch vie­le Kraft­wer­ke der öf­fent­li­chen Ver­sor­gung und Block­heiz­kraft­wer­ke. Das be­ste­hen­de 560.000 Ki­lo­me­ter lan­ge Gas­ver­teil­netz ist be­reits größ­ten­teils „H2-ready“ und kann auf den Be­trieb mit Was­ser­stoff um­ge­rüs­tet werden.

Ne­ben der Pipe­line-In­fra­struk­tur spie­len Was­ser­stoff­spei­cher eine ent­schei­den­de Rol­le. In Salz­ka­ver­nen – bei­spiels­wei­se in Nie­der­sach­sen, Nord­rhein-West­fa­len und Sach­sen-An­halt – wird Was­ser­stoff in gro­ßen Men­gen zwi­schen­ge­spei­chert. Die­se Spei­cher er­mög­li­chen es, An­ge­bot und Nach­fra­ge aus­zu­glei­chen und eine zuverlässige Ver­sor­gung auch bei Pro­duk­tions- oder Trans­port­eng­päs­sen abzusichern.

Best Cases

  • H2ercules-Initiative

    Die H2ercules-Ini­­ti­­a­­ti­­ve hat das Ziel, bis 2030 das Herz­­stück für die Was­­ser­­stoff­­in­fra­­struk­­tur in Deutsch­­land im XXL-For­­mat ent­­ste­­hen zu las­­sen. Da­­für ar­­bei­­ten OGE, RWE und per­s­pek­­ti­­visch wei­­te­­re Part­­ner wert­­schöp­­fungs­­stu­­fen­­über­­grei­­fend zu­­sam­­men, um Ver­­brau­­cher im Sü­­den und Wes­­ten Deutsch­­lands zü­­gig mit Was­­ser­­stoff aus dem Nor­­den ver­­sor­­gen zu kön­­nen.

  • Rh2ein-Main Connect

    Die Re­gi­o­nal­ver­sor­ger ENTEGA AG, Mainova AG, ESWE Ver­sor­gungs AG und Kraft­wer­ke Mainz-Wies­ba­den AG ha­ben sich mit wei­te­ren Part­nern zu­sam­men­ge­schlos­sen, um ein re­gi­o­na­les Was­ser­stoff-Ver­teil­netz zu ent­wi­ckeln. Ab 2028 sol­len ers­te Ab­schnit­te die­ses rund 300 Ki­lo­me­ter lan­gen Net­zes in Be­trieb ge­nom­men wer­den. Ab 2032 soll die lo­ka­le Wei­ter­ver­tei­lung des Was­ser­stoffs be­gin­nen: Hier geht es um eine suk­zes­si­ve Um­wid­mung der be­ste­hen­den In­fra­struk­tur von Erd­gas auf den voll­stän­di­gen Was­ser­stoff­ein­satz.

  • Hyperlink: 660 Kilometer Wasserstoffinfrastruktur

    Das Hyperlink-Pro­­jekt von Gasunie ist eine Ini­­ti­­a­­ti­­ve zum Auf­­bau ei­nes um­­fas­­sen­­den Was­­ser­­stoff­­net­­zes in Nord- und West­­deutsch­­land. Ziel des Pro­­jekts ist es, eine 660 Ki­­lo­­me­­ter lan­­ge In­­fra­­struk­­tur zu schaf­­fen, die wich­­ti­­ge in­­dus­­tri­­el­­le Re­­gi­­o­­nen mit­­ei­­nan­­der ver­­bin­­det und Was­­ser­­stoff­­im­­por­­te aus den Nie­­der­lan­­den, Dä­­ne­­mark und Nor­­we­­gen er­­mög­­licht.

  • Krummhörn: Pionierprojekt von Uniper zur Wasserstoffspeicherung

    Hydrogen Pilot Cavern (HPC) Krumm­hörn ist ein weg­wei­sen­des Pro­jekt von Uniper zur Spei­che­rung von Was­ser­stoff in ei­ner ei­gens da­für ge­schaf­fe­nen Salz­ka­ver­ne. Es leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zur Ent­wick­lung groß­tech­ni­scher Spei­cher­lö­sun­gen. Der Pro­be­be­trieb be­gann 2024, mit dem Ziel bis 2030 eine Spei­cher­ka­pa­zi­tät von bis zu 600 GWh zu er­rei­chen.

  • H2Direkt: Mit 100% Wasserstoff direkt zum Kunden

    Die Trans­for­ma­tion der lo­ka­len Gas­ver­teil­net­ze auf erneuerbare oder dekarbonisierte Gase wie Was­ser­stoff spielt für die Ener­gie­wen­de eine zen­tra­le Rolle. Ener­gie Süd­bay­ern, Ener­gie­net­ze Bay­ern und Thüga ge­hen mit dem Pro­jekt H2Direkt vo­raus: Im Herbst 2023 ha­ben sie im bay­e­ri­schen Ho­hen­wart deutsch­land­weit erst­mals ein be­ste­hen­des Orts­netz mit an­ge­schlos­se­nen Pri­vat­kun­den auf 100 % Was­ser­stoff um­ge­stellt. Seit­dem wer­den zehn Haus­hal­te so­wie ein Ge­wer­be­kun­de über das um­ge­wid­me­te Netz mit H2 ver­sorgt. H2Direkt zeigt im klei­nen Maß­stab, aber in der Pra­xis und mit Er­folg, wie die Um­stel­lung der heu­ti­gen fos­si­len Gas­ver­sor­gung auf eine Was­ser­stoff-Ver­sor­gung er­fol­gen kann. Und das prin­zi­pi­ell für al­le Kun­den­grup­pen aus Haus­halt, Ge­wer­be und In­dus­trie.

  • Flow – Das Wasserstoffnetz der Zukunft von GASCADE

    Flow – making hydrogen happen ist ein we­sent­li­cher Teil des deut­schen Was­ser­stoff-Kern­net­zes. Ers­te Lei­tungs­ab­schnit­te des leis­tungs­star­ken Pipe­line­sys­tems ste­hen seit 2025 für Was­ser­stoff be­reit. Es schafft Trans­port­mög­lich­kei­ten für den in­dus­tri­el­len Ein­satz von Was­ser­stoff. Die­ser kann fos­si­le Roh- und Brenn­stof­fe er­set­zen und so Treib­haus­gas­emis­si­o­nen sen­ken – ab­hän­gig von Her­stel­lung, Lie­fer­ket­te und An­wen­dung.

Wasserstoffland

Wo wird der Wasserstoff verwendet?

  • Where is the Hydrogen used?

Wasserstoffland

Deutsch­land braucht eine in­no­va­ti­ve, tech­no­lo­gisch fort­schritt­li­che und treib­haus­gas­neu­­tra­­le In­dus­trie, die auf dem glo­ba­len Markt auch künf­tig wirt­schaft­lich mit­hal­ten kann. Durch die Ver­wen­dung von Was­ser­stoff bie­tet sich für die In­dus­trie ein enor­mes Po­ten­zi­al, bei ih­ren ener­gie­in­ten­si­ven Pro­zes­sen CO2 ein­zu­spa­ren.

Heu­te hän­gen 1,8 Mio. Ge­wer­be- und In­dus­trie­kun­den am Gas­ver­teil­netz – eine be­ste­hen­de In­fra­struk­tur, die künf­tig eine ent­schei­den­de Rol­le bei der Ver­sor­gung mit koh­len­stoff­ar­men Was­ser­stoff spie­len kann.

Was­ser­stoff ist ein wichtiger Bau­stein für die De­kar­bo­ni­sie­rung der In­dus­trie – ins­be­son­de­re in Sek­to­ren, in de­nen eine di­rek­te Elek­tri­fi­zie­rung tech­nisch oder wirt­schaft­lich kaum um­setz­bar ist. Je nach Her­stel­lung und Ein­satz kann Was­ser­stoff fos­si­le Roh- und Brenn­stof­fe er­set­zen und in­dus­tri­el­le Emis­si­o­nen sen­ken. Wich­ti­ge Ein­satz­fel­der sind:

  • Stahl­in­dus­trie: Tra­di­ti­o­nell wird bei der Her­stel­lung von Roh­ei­sen im Hoch­ofen Koks ein­ge­setzt. Was­ser­stoff kann als Re­duk­tions­mit­tel in der Di­rekt­re­duk­tion von Ei­sen­erz die­nen. Da­bei ent­steht bei der Reak­tion mit Was­ser­stoff Was­ser statt CO2. In Ver­bin­dung mit ei­ner an­schlie­ßen­den Ver­ar­bei­tung im Elek­tro­licht­bo­gen­ofen er­öff­net dies einen Weg zur Emis­si­ons­min­de­rung ge­gen­über der Hoch­ofen­rou­te. In Deutsch­land wird die­se Um­stel­lung be­reits in De­mons­tra­ti­ons­an­la­gen er­probt.
  • Che­mie­in­dus­trie: Vie­le che­mi­sche Pro­zes­se, ins­be­son­de­re die Pro­duk­tion von Am­mo­ni­ak und Me­tha­nol, be­nö­ti­gen gro­ße Men­gen Was­ser­stoff. Der­zeit stammt die­ser meist aus fos­si­len Quel­len (grau­er Was­ser­stoff). Wird er durch Was­ser­stoff er­setzt, des­sen Her­stel­lung und Be­reit­stel­lung we­ni­ger Treib­haus­gas­emis­si­o­nen ver­ur­sa­chen, sin­ken auch die da­mit ver­bun­de­nen Emis­si­o­nen der che­mi­schen Pro­duk­tion.
  • Ze­ment- und Glas­pro­duk­tion: In Hoch­tem­pe­ra­tur­pro­zes­sen, bei de­nen Tem­pe­ra­tu­ren von über 1.000 °C er­for­der­lich sind, kann Was­ser­stoff fos­si­le Brenn­stof­fe er­set­zen und die ver­bren­nungs­be­ding­ten CO2-Emis­si­o­nen sen­ken. Die bei der Ze­ment­her­stel­lung aus dem Roh­stoff frei­ge­setz­ten CO2-Emis­si­o­nen blei­ben da­von un­be­rührt.
  • Raf­fi­ne­rien: Be­reits heu­te nut­zen Raf­fi­ne­rien gro­ße Men­gen Was­ser­stoff, um Kraft­stof­fe zu ent­schwe­feln. Der Um­stieg auf Was­ser­stoff mit ge­rin­ge­ren Emis­si­o­nen aus Her­stel­lung und Be­reit­stel­lung kann die Treib­haus­gas­bi­lanz die­ser Ver­ar­bei­tungs­schrit­te ver­bes­sern.
  • Schwer­last­ver­kehr und Schiff­fahrt: Wäh­rend Pkw zu­neh­mend elek­tri­fi­ziert wer­den, wer­den für den Schwer­last­ver­kehr auch Was­ser­stoff­an­trie­be ent­wi­ckelt und ein­ge­setzt. In der Schiff­fahrt kom­men zu­dem Was­ser­stoff­de­ri­va­te wie Am­mo­ni­ak oder syn­the­ti­sche Kraft­stof­fe als Al­ter­na­ti­ven zu fos­si­len Kraft­stof­fen in­fra­ge. Ih­re Eig­nung hängt un­ter an­de­rem von Ein­satz­pro­fil, In­fra­struk­tur und Wirt­schaft­lich­keit ab.
  • Kraft­wer­ke: Was­ser­stoff­kraft­wer­ke kön­nen re­gel­ba­re Leis­tung be­reit­stel­len und die Strom­er­zeu­gung aus Wind und Son­ne er­gän­zen. Da­mit tra­gen sie zur Netz­sta­bi­li­tät und ins­be­son­de­re in Zei­ten ge­rin­ger Wind- und So­lar­strom­er­zeu­gung zur Ver­sor­gungs­si­cher­heit bei. Da­für müs­sen die Gas-Kraft­wer­ke für den Was­ser­stoff­be­trieb aus­ge­legt oder ent­spre­chend um­ge­rüs­tet sein.

Mit der zu­neh­men­den Ver­füg­bar­keit von Was­ser­stoff kön­nen die­se In­dus­trie­zwei­ge so­wie die Ener­gie­wirt­schaft ih­re Treib­haus­gas­emis­si­o­nen je nach Her­stel­lung und Ein­satz des Was­ser­stoffs sen­ken und da­bei auf be­ste­hen­den in­dus­tri­el­len Struk­tu­ren auf­bau­en.

Best Case

  • BMW: Was­ser­stoff in der Pro­duk­tion

    BMW setzt am Stand­ort Leip­zig auf Was­ser­stoff als Al­ter­na­ti­ve zu Erd­gas in der Pro­zess­wär­me­ver­sor­gung. Die La­ckie­re­rei nutzt be­reits bi­va­len­te Bren­ner, die auch mit Was­ser­stoff be­trie­ben wer­den kön­nen. Bei die­sen Bren­nern ist der Wech­sel zwi­schen Erd­gas und Was­ser­stoff wäh­rend des lau­fen­den Be­triebs mög­lich.

  • Was­ser­stoff­ba­sier­te Stahlproduktion in Salzgitter

    Das Trans­for­ma­ti­ons­pro­gramm SALCOS soll die CO₂-Emis­si­o­nen der Stahl­pro­duk­tion durch den schritt­wei­sen Wech­sel von der Hoch­ofen­rou­te zur Di­rekt­re­duk­tion und Elek­tro­stahl­er­zeu­gung sen­ken. Die ers­te Stu­fe soll im ers­ten Halb­jahr 2027 die Pro­duk­tion auf­neh­men und um­fasst eine Di­rekt­re­duk­ti­ons­an­la­ge, ei­nen Elek­tro­licht­bo­gen­ofen und eine 100-MW-Elek­tro­ly­se­an­la­ge zur Was­ser­stoff­her­stel­lung.

  • Koh­le­er­satz für die Wär­me- und Strom­ver­sor­gung in Frank­furt

    Die Mai­no­va baut das größ­­te Frank­­fur­­ter Heiz­­kraft­­werk, das HKW West, um. Zwei neue Gas­tur­bi­nen­an­la­gen mit Ab­hit­ze­dampf­er­zeu­gern sol­len zur Heiz­pe­ri­o­de 2026 den Re­gel­be­trieb auf­neh­men und die bis­he­ri­ge Stein­koh­le­ver­stro­mung er­set­zen. Sie er­zeu­gen gleich­zei­tig Wär­me und Strom, wer­den zu­nächst mit Erd­gas be­trie­ben und sind für den spä­te­ren Ein­satz von Was­ser­stoff vor­be­rei­tet.

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