
BMW Werk Regensburg stellt innerbetriebliche Logistik auf Wasserstoff um
Das BMW Group Werk Regensburg stellt seine innerbetriebliche Logistik schrittweise auf Wasserstoff um. Im Mittelpunkt der Umstellung stehen die Stapler und übrigen Flurförderfahrzeuge, die das Werk bislang batterieelektrisch betreibt. Den offiziellen Startschuss für die Transformation gaben Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Werkleiter Armin Ebner am 19. Juni 2026. Ziel ist es, die gesamte Intralogistikflotte von mehreren hundert Fahrzeugen bis zum Jahr 2031 auf Wasserstoffantrieb umzustellen.
Neue Wasserstoffinfrastruktur für das Werk
Für die Betankung der Fahrzeuge entsteht im Werk derzeit eine eigene Wasserstoffinfrastruktur. Dazu zählen ein rund sechs Kilometer langes Leitungsnetz, sechs dezentrale Tankstellen sowie ein zentraler Pufferspeicher. Nach der Inbetriebnahme der ersten Tankstelle sollen die übrigen fünf Anlagen bis Ende Oktober folgen. In einem ersten Schritt kommen damit rund 85 wasserstoffbetriebene Logistikfahrzeuge im Werk zum Einsatz. Bis 2031 ist vorgesehen, die komplette Intralogistikflotte mit etwa 320 Flurförderfahrzeuge auf Wasserstoff umzustellen.
Längere Einsatzzeiten dank neuer Antriebstechnologie
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums verändert die Umstellung die betrieblichen Abläufe spürbar. Bei den bisher eingesetzten batterieelektrischen Staplern war pro Neun-Stunden-Schicht zweimal ein Batteriewechsel von jeweils rund 15 Minuten erforderlich. Mit dem Wechsel auf Wasserstoff genügt eine Tankbefüllung, die laut Ministerium etwa drei Minuten dauert. Die Fahrzeuge lassen sich dadurch länger und mit weniger Unterbrechungen einsetzen. Zudem entfällt der bisher für den Batteriewechsel benötigte Platzbedarf, der im Werk rund 800 Quadratmeter umfasste.
Aiwanger: Technologieoffenheit beim Ausbau erneuerbarer Energien
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verwies anlässlich der Inbetriebnahme auf die praktische Anwendbarkeit von Wasserstoff im gewerblichen Einsatz. Mit dem neuen Wasserstoffnetz zeige BMW, dass die Technologie bereits in der betrieblichen Praxis funktioniere. Er betonte den technologieoffenen Ansatz der Bayerischen Staatsregierung beim weiteren Ausbau erneuerbarer Energien und verwies auf bestehende Förderprogramme des Freistaats für Wasserstofftankstellen und Elektrolyseure. Die Umstellung der Logistikflotte am Standort Regensburg wertete er als mögliches Beispiel für andere Unternehmen.
Das BMW Group Werk Regensburg zählt zu den größeren Produktionsstandorten des Automobilherstellers in Bayern. Die nun begonnene Umstellung der Intralogistik ist auf mehrere Jahre angelegt und erfolgt in Etappen, beginnend mit der ersten in Betrieb genommenen Tankstelle und der ersten Tranche von rund 85 Fahrzeugen.
Quelle: https://www.bayern.de/bmw-werk-regensburg-stellt-innerbetriebliche-logistik-auf-wasserstoff-um/




































