Deutschland, Wasserstoffland.
Wo Klima und Wirtschaft profitieren.

Was hat Deutschland davon?
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts
- Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Wasserstoff ermöglicht die Transformation bestehender Produktionsprozesse, sichert industrielle und gewerbliche Arbeitsplätze und verhindert Standortverlagerungen.
- Deutsche Unternehmen haben das Potenzial, Technologievorreiter für H2-Clean-Tech-Lösungen zu werden und innovative Wasserstofftechnologien unter dem Label „H2-Tech Made in Germany“ weltweit zu exportieren.
- Deutschland wird zu einem Magneten für Investitionen in die Wasserstoffwirtschaft und mittelfristig zum „Hydrogen Valley Europas“. Als internationale Handelsdrehscheibe für Wasserstoff baut Deutschland strategische Energiepartnerschaften auf.
Transformation zur Klimaneutralität
- Für die Transformation brauchen wir Elektronen und Moleküle, denn nicht alle Bereiche/Prozesse lassen sich sinnvoll elektrifizieren. Einige industrielle Prozesse lassen sich nur mit Wasserstoff klimaneutral gestalten.
- Wasserstoff hilft, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu dekarbonisieren, ohne Produktion ins Ausland zu verlagern.
- Das Wasserstoff-Kernnetz ist die Voraussetzung für den schnellen Markthochlauf und sorgt dafür, dass Industrie und Gewerbe an kohlenstoffarme Energie kommen.
Versorgungssicherheit / Resiliente Energieversorgung
- Wasserstoff macht erneuerbare Energie speicherbar und ermöglicht eine flexible, wetterunabhängige Energieversorgung.
- Bestehende Infrastruktur kann weiter genutzt werden – das spart Zeit und Kosten.
- Wasserstoff-Produktion in Deutschland und bei europäischen Nachbarn.
- Diversifizierte Bezugsquellen und internationale Kooperationen sichern die Energieversorgung und verringern geopolitische Abhängigkeiten. Gleichzeitig kann sich Deutschland als verlässlicher Abnehmer von Wasserstoff positionieren.
Was braucht es dafür?
Wir setzen uns bereits heute für einen bezahlbaren und zügigen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ein. Damit dieser nachhaltig erfolgreich ist, braucht es die richtigen politischen Rahmenbedingungen.
Zentrale Maßnahmen für den Wasserstoffhochlauf:
1. Erhöhung des Wasserstoffangebots durch mehr Pragmatismus
- Unbürokratische EU-Regeln für die Erzeugung grünen Wasserstoffs
- Erzeugung, Import und flexible Nutzung von blauem Wasserstoff in der Hochlaufphase ermöglichen
2. Wirksame Instrumente für den Anschub der Wasserstoffnachfrage
- Ambitionierte Umsetzung der RED III
- Gezielte Förderung für Wasserstoff-Kunden
- Konsequente Umsetzung der Wasserstoffstrategien von Bund und Ländern
3. Deutschland als Wasserstoffdrehscheibe etablieren
- Schnellere Genehmigungen durch ein ambitioniertes Wasserstoffbeschleunigungsgesetz
- EU-Gasmarktpaket möglichst zügig in nationales Recht übertragen
- Aufbau einer europäischen Wasserstoff-Infrastruktur und eines einheitlichen Bilanzierungssystems mit dem Ziel eines liquiden Wasserstoffmarktes
- Investitionssicherheit für Wasserstoff-Infrastruktur inklusive Verteilnetzen und Speichern
Nur mit diesen Maßnahmen kann Wasserstoff als zentraler Baustein der Energiewende erfolgreich etabliert werden.
Wasserstoffland
Deutschland wird in den kommenden Jahren eine führende Rolle in der Wasserstoffwirtschaft einnehmen – doch der heimische Bedarf wird weit über die eigene Produktionskapazität hinausgehen. Das heißt, dass wir neben der Wasserstoffproduktion in Deutschland auch auf erhebliche Mengen an Importen angewiesen sind, um die Industrie mit erneuerbarem und dekarbonisierten Wasserstoff zu versorgen und die Energieversorgung nachhaltig umzugestalten.
Ein Großteil des künftigen Wasserstoffs wird aus europäischen Nachbarländern sowie von globalen Partnern stammen. Bereits heute werden groß angelegte Pipelineprojekte vorangetrieben, um Wasserstoff nach Deutschland zu transportieren. So wird beispielsweise das Projekt H2Med künftig Spanien und Frankreich mit Deutschland verbinden. So können voraussichtlich bis zu zwei Millionen Tonnen Wasserstoff pro Jahr aus Südeuropa importiert werden. Aus Nordafrika über Italien nach Mitteleuropa sollen über den SouthH2 Corridor künftig bis zu vier Millionen Tonnen Wasserstoff jährlich kommen.
Neben diesen europäischen Importwegen wird Wasserstoff auch aus Übersee nach Deutschland gelangen. Über die bestehenden und geplanten LNG-Terminals an den Küsten werden künftig auch wasserstoffbasierte Energieträger wie Ammoniak oder synthetische Kraftstoffe per Schiff importiert, um den steigenden Bedarf zu decken.
Der Aufbau dieser internationalen Wasserstoffpartnerschaften ist entscheidend, um Deutschland als führende Wasserstoffnation zu etablieren – mit einer sicheren, diversifizierten und nachhaltigen Versorgung.
Best Cases
Wasserstoffland
Damit Wasserstoff flächendeckend für Industrie, Mobilität und Energieversorgung nutzbar wird, braucht es ein leistungsfähiges Transport- und Verteilnetz. Die Bundesnetzagentur hat das von den Fernleitungsnetzbetreibern vorgeschlagene Wasserstoff-Kernnetz genehmigt. Es umfasst 9.040 Kilometer Pipelineleitungen, die bis 2032 schrittweise in Betrieb genommen werden sollen.
Das Kernnetz wird zu 60 Prozent aus umgestellten Erdgasleitungen bestehen, während 40 Prozent neu gebaut werden müssen. Die geschätzten Investitionskosten belaufen sich auf 18,9 Milliarden Euro. Dieses Kernnetz bildet die Grundlage für eine sichere Wasserstoffversorgung in Deutschland und sorgt für eine direkte Anbindung an die europäischen Importkorridore.
Über das Verteilnetz wird das Gros der Gewerbe- und Industriekunden mit Wasserstoff versorgt werden, aber auch viele Kraftwerke der öffentlichen Versorgung und Blockheizkraftwerke. Das bestehende, über 550.000 Kilometer lange Gasverteilnetz ist bereits größtenteils „H2-ready“ und kann auf den Betrieb mit Wasserstoff umgerüstet werden
Neben der Pipeline-Infrastruktur spielen Wasserstoffspeicher eine entscheidende Rolle. In Salzkavernen – beispielsweise in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt – wird Wasserstoff in großen Mengen zwischengespeichert. Diese Speicher ermöglichen es, Angebot und Nachfrage auszugleichen und eine sichere Versorgung auch bei Produktions- oder Transportengpässen zu gewährleisten.
Best Cases
Wasserstoffland
Deutschland braucht eine innovative, technologisch fortschrittliche und CO2-neutrale Industrie, die auf dem globalen Markt auch künftig wirtschaftlich mithalten kann. Durch die Verwendung von Wasserstoff bietet sich für die Industrie ein enormes Potenzial, bei ihren energieintensiven Prozessen CO2 einzusparen.
Heute hängen 1,8 Mio. Gewerbe- und Industriekunden am Gasverteilnetz – eine bestehende Infrastruktur, die künftig eine entscheidende Rolle bei der Versorgung mit klimafreundlichem Wasserstoff spielen kann.
Wasserstoff ist ein entscheidender Baustein für die Dekarbonisierung der Industrie – insbesondere in Sektoren, in denen eine direkte Elektrifizierung technisch oder wirtschaftlich kaum umsetzbar ist. Vor allem energieintensive Industrien sind auf Wasserstoff als klimafreundlichen Energieträger angewiesen:
- Stahlindustrie: Traditionell wird Stahl mit kohlenstoffintensivem Koks produziert. Wasserstoff kann hier als Reduktionsmittel in der Direktreduktion von Eisenerz eingesetzt werden und so die CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent senken. In Deutschland laufen bereits erste Pilotprojekte, um klimaneutralen „grünen Stahl“ zu produzieren.
- Chemieindustrie: Viele chemische Prozesse, insbesondere die Produktion von Ammoniak und Methanol, benötigen große Mengen Wasserstoff. Derzeit stammt dieser meist aus fossilen Quellen (grauer Wasserstoff). Durch den Einsatz von grünem Wasserstoff kann die Branche erheblich zur Reduktion von Emissionen beitragen.
- Zement- und Glasproduktion: In Hochtemperaturprozessen, bei denen Temperaturen von über 1.000 °C erforderlich sind, kann Wasserstoff fossile Brennstoffe ersetzen und so den CO2-Fußabdruck senken.
- Raffinerien: Bereits heute nutzen Raffinerien große Mengen Wasserstoff, um Kraftstoffe zu entschwefeln. Der Umstieg auf grünen Wasserstoff kann hier eine direkte und schnelle Emissionsreduktion bewirken.
- Schwerlastverkehr und Schifffahrt: Während Pkw zunehmend elektrifiziert werden, ist Wasserstoff für den Langstrecken-Schwerlastverkehr, den Gütertransport auf der Schiene sowie die Schifffahrt eine vielversprechende Lösung – insbesondere in Form von Wasserstoff-Derivaten wie Ammoniak oder synthetischen Kraftstoffen.
- Kraftwerke: Um eine sichere und klimaneutrale Energieversorgung zu gewährleisten, werden wasserstofffähige Kraftwerke künftig eine entscheidende Rolle spielen. Diese Kraftwerke können flexibel auf erneuerbare Energien reagieren, indem sie in Zeiten geringer Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie mit Wasserstoff betrieben werden. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und sichern eine verlässliche Stromversorgung – insbesondere in Zeiten schwankender erneuerbarer Energieproduktion.
Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Wasserstoff können diese Industriezweige sowie die Energiewirtschaft ihre CO2-Emissionen drastisch senken, ohne ihre Kernprozesse grundlegend verändern zu müssen.
Best Case
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