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03.01.2025

KfW fördert Wasserstoffprojekte in Chile

Die KfW hat Anfang des Jahres im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einen Vertrag mit der Republik Chile, vertreten durch das chilenische Finanzministerium, und der chilenischen Wirtschaftsentwicklungsagentur Cooperación de Formento de la Producción (CORFO) für einen Förderkredit in Höhe von 100 Mio. EUR zum Aufbau einer erneuerbaren Wasserstoffwirtschaft in Chile, die soziale und ökologische Belange berücksichtigt, unterzeichnet. Der Kredit ist Bestandteil der europäischen Finanzierungsplattform Global Gateway Renewable Hydrogen Funding Platform. Diese bietet maßgeschneiderte Finanzierung von privaten und öffentlichen Investitionen. Sie wird insgesamt bis zu 1 Mrd. EUR beinhalten, mit der CORFO Banken refinanziert bzw. Garantien an diese vergibt. Die Banken wiederum reichen Kredite an private und öffentliche Wasserstoffprojekte aus. Finanziert werden Projekte zur Erzeugung und Weiterverwendung von grünem Wasserstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das könnten beispielsweise Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff (z.B. erneuerbare Energieprojekte und Elektrolyseure) und zu dessen Weiterverarbeitung (z.B. zu Ammoniak) sein. Zusätzlich können auch Speicher- und Transport-Infrastruktur sowie Projekte zur industriellen Nutzung von grünem Wasserstoff (z.B. zur Stahlerzeugung) und auch Fabriken zur Herstellung von Elektrolyseuren finanziert werden.

„Chile hat außerordentliches Potenzial an erneuerbaren Energiequellen für den erfolgreichen Aufbau der Wasserstoffproduktion. Um dieses zu nutzen, ist die Hebelung privater Investitionen für die Marktentwicklung unerlässlich. Die Finanzierungen der KfW wirken bereits in einer frühen Phase strukturbildend, um privates Kapital in die Finanzierung chilenischer grüner Wasserstoffvorhaben in industrieller Größenordnung zu mobilisieren. Zu einem späteren Zeitpunkt soll so auch der Vertrieb von grünem Wasserstoff an europäische Abnehmer im Rahmen von Wasserstoffpartnerschaften ermöglicht werden“,sagt Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Chile bietet mit seinen großen verfügbaren Landflächen, sonnenreichen Wüsten und starkem Wind im Süden hervorragende Rahmenbedingungen für den Aufbau einer weltweit wettbewerbsfähigen Wasserstoffwirtschaft. Dadurch werden die nachhaltige Transformation der chilenischen Wirtschaft vorangetrieben, Geschäftschancen für chilenische und europäische Unternehmen eröffnet und die Bedeutung einer gerechten Energiewende unterstrichen.

Mit dem Förderkredit wird das international vereinbarte Förderprogramm „Team Europe Initiative“ (TEI) der EU und ihrer Mitgliedstaaten unterstützt. Auch stehen die Finanzierungen der KfW im Einklang mit der Wasserstoffinitiative der Bundesregierung sowie den Entwicklungszielen der EU. Die Finanzierungsplattform wird Förderungen in Höhe von knapp 1 Mrd. EUR leisten können. Davon kommen 100 Mio. EUR von der KfW, 100 Mio. EUR von der Europäischen Investitionsbank (EIB), 16,5 Mio. EUR von der EU, 150 Mio. USD von der Weltbank, 400 Mio. EUR von der Interamerican Development Bank (IDB). Rund 230 Mio. EUR werden von CORFO und weiteren Financiers bereitgestellt.

Quelle: https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_833344.html

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