
Rh2ein-Main Connect: Wasserstoffnetz für die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main
Bereits im Frühjahr 2023 haben sich die Regionalversorger ENTEGA AG, Mainova AG, ESWE Versorgungs AG und Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG mit weiteren Partnern zusammengeschlossen, um die Energieversorgung der Zukunft zu planen. Als erstes Ergebnis konnte das Konsortium aus der gemeinsamen Projektidee heraus einen gemeinsamen Kooperationsvertrag abschließen, der als Vorbereitung für die Planung und den Bau eines neuen regionalen Wasserstoff-Verteilnetzes für das Rhein-Main-Gebiet dient.
Das neue Regionalnetz „Rh2ein-Main Connect“ soll die Metropolregion künftig durch gleich mehrere Anbindungen an das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz mit klimaneutralem Wasserstoff versorgen und so zur Erreichung der Klimaziele bis 2045 beitragen. Im Blick hat die Initiative ein ca. 300 km langes, durch die Kooperation der unterschiedlichen Partner nachhaltig entwickeltes Wasserstoffverteilnetz, welches die Versorgung von Kraftwerken, Industrie, Gewerbe und privaten Wärmeerzeugern mit Wasserstoff sicherstellen soll.
Die Vision ist es, beginnend mit den ersten Leitungen des Kernnetzes im Rhein-Main-Gebiet im Jahr 2028, ein gemeinsames Wasserstoffnetz zu errichten und zu betreiben. Ab 2032 soll dann die lokale Weiterverteilung des Wasserstoffs beginnen: Hier geht es um eine sukzessive Umwidmung der bestehenden Infrastruktur von Erdgas auf den vollständigen Wasserstoffeinsatz.
Im Jahr 2024 wurde das Projekt „Rh2ein-Main Connect“ mit dem Sonderpreis der Jury des Innovationspreises Neue Gase ausgezeichnet, da es als visionäres Projekt der Regionalplanung heraussticht.